Stress am Arbeitsplatz hat unterschiedliche Ursachen.
Von zu hohen Anforderungen über fehlende Klarheit der Rollen bis hin zu Mobbing können Ursachen so vielseitig sein, wie die eigene Persönlichkeit.
Kurzer Check für Sie, wenn Sie betroffen sein sollten:
- Fühle ich mich bei der Arbeit oft unter Druck? Fühlt sich dieser Druck auch zu hoch an?
- Ist dieser Druck von Aussen aufgesetzt oder ist da ständig diese innere Stimme, die mich antreibt, mich kritisiert oder abwertet?
- Ist das Arbeitsvolumen zu bewältigen oder fühlt es sich an, als würde mit jeder erledigten Aufgabe der Berg an to do's weiter wachsen?
- Fühle ich mich von Arbeitskollegen und/oder Vorgesetzen fair behandelt?
- Werde ich rechtmässig entlöhnt?
- Herrscht am Arbeitsplatz eine angemessene Kommunikation?
- Mit welchem Gefühl verlasse ich meinen Arbeitsplatz?
- Mit welchem Gefühl stehe ich morgens auf?
Vielleicht stellen Sie mit diesen Fragen fest, dass es an der Zeit ist, etwas zu unternehmen.
Und nein, das muss nicht gleich die Kündigung sein!
Fangen wir erst einmal mit einigen Punkten an, die veränderbar sind:
- Das Denken und die eigenen Bewertungen: Wo selbstabwertende, antreibende und kritische Gedanken sich selbst gegenüber ein hohes Mass an Stress verursachen sind körperliche Symptome und Erschöpfung leider nicht weit weg. Wie wäre es, wenn Sie sich beim nächsten Anflug von Stresssymptomen erst mal beruhigende Worte zukommen lassen würden. Das muss nicht kitschig und unverhältnismässig sein. Es darf ruhig realistisch, aber sanft beruhigend sein. Bsp: "Ja, da ist gerade viel auf dem Schreibtisch hängen geblieben, mein Herz springt mir bei dem Anblick fast aus der Brust. Okey, erst mal atmen und mich zur Ruhe bringen, damit ich wieder besser denken und mich konzentrieren kann. Ich mach einfach was ich kann." Mit solchen und ähnlichen Worten nehmen Sie sich selbt ernst und hören Ihrem Körper und seinen Signalen ehrlich zu. Das beruhigt erwiesenermassen Ihre Amygdala - ihr Alarmzentrum im limbischen System Ihres Gehirns.
- Ihre Körpersignale. Beobachten Sie sich in stressvollen und beängstigenden Momenten. Achten Sie auf Gestik, Mimik und Körperhaltung. Ich wette, da steckt unfassbar viel Spannung drin. Habe ich recht? Wenn nicht, könnte es sich um einen freeze Modus halten, den sprechen wir aber heute nicht an. Zurück zur Spannung. Spannung und Stress kommen meist einher und führen dazu, dass das Herz-Kreislaufsystem angeregt und auf Kampf oder Flucht vorbereitet wird. Nur dumm, dass Sie mit den ganzen Akten nicht kämpfen können und damit die gesamten Stresshormone und Botenstoffe in sich gefangen halten. Besser: Sich ordentlich ausschütteln, Arme und Beine abklopfen, die Schultern wieder hängen lassen und nicht zu vergessen: die Zornesfalte loslassen.. Sie macht unschön :-). Lassen Sie los, werden Sie weich und weit, so gut es eben gerade geht. Und wieder den Atem sanft fliessen lassen. So gut es Ihnen gerade geht.
- Machen Sie Ihrem Selbstwertgefühl Mut, dran zu bleiben und zu lernen. Seien Sie sich bewusst, dass diese Muster weder von gestern auf morgen kamen noch von gestern auf morgen verschwinden
werden. Das braucht Zeit und Lernen.
Feiern Sie jeden einzelnen Moment, den Sie erwischen und Veränderung herbei rufen. Feiern Sie die kleinsten Fortschritte. Ihr System soll merken, dass sich lernen lohnt.
Und wie klingt das?
Vielleicht haben auch Sie Erfahrungen damit gemacht und möchten diese teilen?
Ich freue mich, von Ihnen zu lesen.
Herzlich, Tamara
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P.S.: Nicht alle Probleme am Arbeitsplatz können so einfach gelöst werden. Ich möchte hier in keinem Sinne apellieren, alles einfach wegzuatmen, sich selbst nur zu optimieren, damit alles gut kommt oder gar so viel Resilienz aufzubauen, damit man/Frau besser aushalten könnte. Manchmal bleibt auch nichts anderes übrig, als ein Wechsel. Falls Sie bei einem der Prozesse Unterstützung benötigen, suchen Sie das Gespräch mit vertrauten Personen oder melden Sie sich unter: KLICK



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